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Menschen sind eines der am meisten fotografierten
Motive. Fotografien von Menschen sind fast immer faszinierend. Vor
allem Porträt-Aufnahmen, denn der Ausdruck von verschiedenen
Stimmungen schafft Spannung und Porträts können viel über
die Person erzählen.
Gefühle können aus Gesichtern gelesen werden. Ein spontanes
Lächeln, ein fesselnder Blick, eine nicht ausgesprochene Botschaft.
Die fotografische Auseinandersetzung mit Menschen ist bereichernd.
Foto-Erinnerungen von Familienfesten machen allen Beteiligten immer
viel Freude. |
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| Der zentrale Unterschied bei Porträt-Aufnahmen
ist die Frage, ob die Person weiss, dass sie fotografiert wird,
oder ob sie es nicht weiss. Probieren Sie beide Varianten aus.
Sie werden überrascht sein. |
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| Gestellte Szenen |
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Hier ist besonders wichtig, dass Sie
Regie führen und dem „Fotomodell“ sagen, was das
Modell tun soll, was Sie zum Ausdruck bringen möchten. Das
setzt natürlich voraus, dass Sie sich schon vor dem Fotografieren
Gedanken gemacht haben, in welchem Umfeld und wie Sie die Person
am besten ins Bild rücken.
Besonders aussagekräftige Bilder gelingen, wenn nicht einfach
die Person gezeigt wird, sondern andere Bild-Elemente mithelfen,
mehr über die Person auszusagen: |
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- Welche Hobbies hat die Person?
z.B. Ball in der Hand, Weinglas
- Welche Gegenstände liebt sie?
z.B. Haustier, Kunst usw.
- Wo hält sich die Person gerne auf?
z.B. in der Küche, im Wasser
- Typische Handbewegung/Eigenheit der jeweiligen Person festhalten
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| Spielen Sie auf jeden Fall mit dem Bildausschnitt
und machen Sie Bilder mit mehr oder weniger Hintergrund. Falls vorhanden
setzen Sie dazu das Zoom-Objektiv ein oder gehen Sie näher
ans Motiv ran. Dieser Aufwand lohnt sich. |
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| Spontane Momente |
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Freude, Nachdenklichkeit oder Trauer:
Es gibt unzählige Gefühlsstimmungen, die Sie beim Fotografieren
von Menschen festhalten können. Solche Momente haben meist
eine grosse Wirkung auf den Betrachter. Gefühle einzufangen
erfordert ein grosses Einfühlungsvermögen und ein besonders
wachsames Auge.
Um auf Reisen die Besonderheiten eines Landes auf spezielle Art
und Weise festhalten zu können, sollten Sie aufmerksam beobachten.
Dann gelingen Ihnen Menschen-Bilder, die viel über das Land
und die Mentalität der Leute erzählen. Der Gesichtsausdruck
und die Körperhaltung des nachfolgenden Herrn zeigen, dass
er ein selbstsicherer und stolzer Uniformträger ist. |
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| Unbeobachtete Menschen |
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| Ganz besondere Aufnahmen von Menschen
gelingen Ihnen garantiert mit einem Tele-Objektiv. Denn Personen,
die aus der Distanz fotografiert werden, bleiben entspannt und wirken
deshalb natürlicher. Auch an einem Familienfest oder einer
Hochzeitsfeier gelingen Ihnen damit Momentaufnahmen, die vielleicht
bei gestellter Szene nicht gelungen wären. |
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Die Wahl des Lichts führt zu
völlig unterschiedlichen Bildern. Deshalb kommt der Lichtwahl
auch bei Bildern von Menschen die zentrale Rolle zu.
Entscheiden Sie als erstes, ob Sie im Freien oder in Innenräumen
fotografieren. Besonders bei Innenaufnahmen gilt es zu unterscheiden
zwischen: |
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| Tageslicht |
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Weiches Licht sorgt oft für besonders
gute Fotos. Ein typisches Beispiel für solche Bilder sind Personen,
die am Fenster stehen und vom einfallenden Licht angestrahlt werden.
Die linke Gesichtshälfte im obigen Bild wird vom Tageslicht
aufgehellt und die rechte Hälfte ist dunkler, weil auf sie
weniger Licht aus dem Raum trifft. Ein gelungener Einsatz von Licht.
Der Standort wurde bewusst am Fenster gewählt.
Vermeiden Sie zu starkes Seiten- oder Gegenlicht. Ausser Sie möchten
die Bildwirkung bewusst so.
Verwenden Sie in gewissen Situationen auch im Freien den Blitz (vor
allem bei Gegenlicht). Das kann das Resultat wesentlich verbessern.
Foto-Kurs: Wie man den Blitz auch am Tag einsetzt |
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| Kunstlicht / Blitz / Studiolampen |
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Direktes Blitzlicht ist oft zu hart.
Blitzen Sie für weicheres Licht indirekt oder benützen
Sie einen Aufhellschirm (z.B. ein Tuch usw.).
Nur die wenigsten Amateur-Fotografen verfügen über Studiolampen.
Sie müssen mit einem eingebauten oder im Idealfall mit einem
externen Blitzgerät fotografieren. Blitzaufnahmen bieten viel
Spielraum für Experimente.
Mehr dazu im Foto-Kurs: Blitz-Fotografie |
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| Umgebung und zusätzliche
Bildmotive |
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Oft wird dem Hintergrund zu wenig Bedeutung
zugemessen. Achten Sie jedes Mal genau darauf, vor welchem Hintergrund
Sie eine Person ablichten. Denn auch der Hintergrund oder das Umfeld
kann viel über die fotografierte Person aussagen.
Dass die unten gezeigte Frau wahrscheinlich ein „Bücherwurm“
ist, kommt durch dieses Bild sicher zum Ausdruck. Das Buch erzählt
mehr über die Person. |
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| Wenn die Hände im Bild sichtbar
sind, entsteht oft ein gestellter Eindruck. Wenn sich jemand unsicher
fühlt, hilft es oft, der Person einen Gegenstand in die Hand
zu geben. Ein fussballbegeisterter Teenager mit einem Fussball in
den Händen sagt doch viel mehr aus. Auch eine Kaffeetasse kann
Wunder wirken. |
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| Gehen Sie näher ran. Diese Reporter-Faustregel
gilt im speziellen für Porträts-Aufnahmen. Wenn Sie den
Fokus auf der Person haben wollen, verwenden Sie ein kurzes Tele-Objektiv
oder zoomen Sie an die Person heran. So gelingt es Ihnen, den Fokus
auf die Augen-, Nasen- und Mundpartie zu legen und alles andere
auszublenden. |
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| Wenn Sie Kinder fotografieren, sollten
Sie sie nicht länger als 15 Minuten auf die Folter spannen.
Kinder werden schnell ungeduldig. |
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Ein
externer Blitz leistet sehr gute Dienste und verhindert „Rote
Augen“.
Ein Zoom-Objektiv gehört für Porträt-Aufnahmen zur
Standard-Ausrüstung. Für Aufnahmen aus grosser Distanz
benötigen Sie zusätzlich ein Tele-Objektiv.
Falls Sie mit einer analogen Kamera Portraits fotografieren, verwenden
Sie am besten 100 ISO - 200 ISO-Filme (hohe Auflösung).
Bei einer Digitalkamera sollten Sie die Auflösung auf „Fine“
stellen.
Wenn das Bild vorliegt, sollten Sie sich überlegen, ob Sie
es mit einem passenden Rahmen „veredeln“ wollen. Ein
goldener Rahmen sagt etwas anderes aus, als ein schlichter Holzrahmen. |
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Sparen Sie nicht an Aufnahmen, denn
aus einer Fülle von Bildern ergibt sich eher ein Superfoto,
von dem Sie z.B. eine Vergrösserung machen können.
Respekt gegenüber den Menschen: Vor allem in fremden Kulturen
ist es wichtig, Menschen nicht einfach zu fotografieren, sondern
sie zuerst zu fragen, ob man sie fotografieren darf. |
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